Publikation:
„Leben in Burscheid 1914 – 1918“
Herausgegeben: 2014 / 68 Seiten / 12,00 €
Im Jahr 2014 jährte sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Dazu erschien eine Fülle von Artikeln und Büchern, die die Vorgeschichte dieses Krieges sowie dessen Verlauf darstellen. Diese Veröffentlichung möchte beleuchten, wie Bürger unserer Stadt diese schweren Jahre erlebten. Das Bergische Land wurde von Kriegshandlungen während der Jahre 1914 bis 1918 verschont, aber sehr viele Burscheider waren als Soldaten an allen Fronten im Einsatz. Ab Dezember 1918 wurde das Bergische Land zunächst von englischen und später von französischen Truppen besetzt, und das bedeutete neues Leid und große Not für die Bewohner unserer Stadt.
Im Archiv des Bergischen Geschichtsvereins befinden sich Tagebuchaufzeichnungen mehrerer Burscheider Bürger, die schildern, wie die Menschen hier die Kriegsjahre erlebten. Es gibt auch eine Sammlung von Feldpostbriefen und Postkarten aus den Kriegsgebieten, die Auskunft geben über das Erleben Burscheider Soldaten während der Kriegsjahre. Zeitungsberichte dokumentieren die Zeit unmittelbar vor Kriegsbeginn sowie wichtige Kriegsereignisse. Diese nicht sehr reichhaltigen Quellen helfen uns, eine Vorstellung der Kriegsjahre 1914 – 1918 zu erhalten.
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Historiker vieler Länder haben lange Zeit die Ansicht vertreten, dass allein das Deutsche Reich unter Kaiser Wilhelm II. die Verantwortung für den Ausbruch des Krieges trage. Erst neuere Forschungen, bei denen Archivmaterial ausgewertet wurde, das vorher nicht zur Verfügung stand, wie z.B. aus Ländern Ost- und Südosteuropas, führten zu dem Schluss, dass praktisch alle Länder eine gewisse Mitschuld treffe. Man habe, so die neuesten historischen Forschungsergebnisse, viele Zeichen, die auf eine Krise hindeuteten, nicht erkannt und habe sie daher nicht verhindert.
Der Mord an dem österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und seiner Gemahlin am 28. Juni 1914 in Sarajevo war dann das Ereignis, dass die Krise zum Ausbruch brachte.