Herausgegeben: 2008 / 124 Seiten / 5,00 €
Verhandelt zu Burscheid….. Was bedeutet dieser Titel? Er weist direkt auf die Ratsprotokolle hin, die seit dem Erlaß der Gemeindeordnung für die preußische Rheinprovinz von 1845 in Burscheid wie in allen anderen Städten und Gemeinden geführt worden sind. Jedes einzelne Protokoll ist überschrieben mit „Verhandelt zu Burscheid“, dann folgt das Datum sowie in der Regel die Liste der anwesenden Mitglieder des betreffenden Gremiums. Das waren zunächst die Bürgermeistereiversammlung für Burscheid und Witzhelden (1846 – 1851) und der Gemeinderat (1846 – 1856), ab 1856 die Stadtverordnetenversammlung. Darüber hinaus müssen die Verhandlungen der Armenverwaltung sowie diejenigen des Gewerbegerichts erwähnt werden. Die handgeschriebenen und teilweise nur noch schwer lesbaren Protokolle des Rates sowie der Armenverwaltung befinden sich im Archiv der Stadt Burscheid, die Unterlagen über das Gewerbegericht lagern im Hauptstaatsarchiv in Düsseldorf. Die Ratsprotokolle wurden meistens recht ausführlich und mit erkennbarer Sorgfalt geführt. Im Gegensatz dazu enthalten die Protokolle der Armenverwaltung nur sehr knappe Angaben, häufig lediglich Stichworte, daher bleiben viele Fragen offen.
Herausgegeben: 2009 / 52 Seiten / 10,00 €
Von den zahlreichen Mühlen, die an den Burscheider Bächen während einiger Jahrhunderte betrieben wurden, sind nur wenige Gebäude erhalten. Seit den 1960er oder 1970er Jahren klappert kein Mühlrad mehr, und auch die Bäckereien, die in vielen Mühlengebäuden bestanden, wurden aufgegeben. Heute erinnern nur Ortsnamen oder die Namen einzelner Gebäude daran, dass der Beruf des Müllers zu den ältesten Gewerben des Bergischen Landes gehörte.
Betrachtet werden:
Herausgegeben: 2011 / 110 Seiten / 12,00 €
Der Burscheider Pfarrer Friedrich Wilhelm Berg (1891 – 1969) gehört in mehrfacher Hinsicht zu einer besonders auffälligen Minderheit im deutschen Protestantismus während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft.
Da er bereits im Dezember des Jahres 1931, mehr als ein Jahr vor der ‚Machtergreifung‘ der Nationalsozialisten, der Partei beitrat, stellte er in den Kreisen der damals aktiven evangelischen Pfarrer eine Ausnahmeerscheinung dar. Unter den zu jener Zeit etwa 18.000 evangelischen Pfarrern dürften im Jahre 1931 kaum mehr als 100 Mitglieder in der National-Sozialistischen Deutschen Arbeiter-Partei (NSDAP) gewesen sein.
Schon 1932 sowie in den ersten Monaten des Dritten Reiches im Jahr 1933 engagierte er sich als Gauredner in besonderer Weise für den Nationalsozialismus. Auf Grund seiner Mitgliedschaft bei den Deutschen Christen trat er in seinem Amt als Pfarrer dafür ein, eine Synthese von deutschem Protestantismus und Nationalsozialismus herbeizuführen. Im Jahre 1935 schloss er sich der radikal-völkischen nationalkirchlichen Vereinigung der ‚Thüringer Deutsche Christen‘ an, und durch diesen Schritt zählte er zu einer kleinen, jedoch exponierten Minderheit unter den Pfarrern im Rheinland. Zu Beginn des Jahres 1939 waren von etwa 740 rheinischen Gemeindepfarrern lediglich 33 Mitglied der Thüringer Deutschen Christen geworden. Durch die Zugehörigkeit zu dieser Organisation befand sich Pfarrer Friedrich Wilhelm Berg, zusammen mit 36 weiteren den Thüringern zugerechneten Personen, nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erneut in einer besonderen Situation: diesen 37 rheinischen Pfarrern drohte unmittelbar nach Kriegsende die Suspension.
Der für diese Dokumentation gewählte Titel zeigt bereits, dass neben seiner Tätigkeit als Pfarrer und seiner Unterstützung des Nationalsozialismus auch das soldatische Element zu den entscheidenden Einflüssen im Leben Friedrich Wilhelm Bergs zählte. Sein Einsatz im Ersten Weltkrieg prägte ihn in besonderer Weise.
Herausgegeben: 2017 / 675 Seiten / 18,00 €
Dieses Buch ist ein Burscheider Häuser- und Bewohnerverzeichnis für die Zeit von 1803 bis 1838. Grundlage hierfür waren die Leichenpredigten von Pastor Löh, die zivilen Personenstandsdaten und die Kirchenbücher von 1803 bis 1838. Darüber hinaus sind die durch die Kirchenbücher ermittelbaren Vorfahren dieser Bewohner aufgenommen worden, so dass der Betrachtungszeitraum bis weit ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Ein Familienforscher sieht so schnell die größeren familiären Zusammenhänge und kann einfach mögliche Fundstellen für Nachforschungen in den Primärquellen ermitteln.
Dass dieser Schritt in der Bearbeitung der Leichenpredigten nun überhaupt möglich war, ist Frau Dr. Anne Marie Frese, der damaligen Vorsitzenden des Burscheider Geschichtsvereins, und dem ehemaligen Burscheider Bürgermeister Stefan Caplan zu verdanken. Sie ermöglichten die Digitalisierung der bis dahin unter Verschluss stehenden standesamtlichen Register von 1810 bis zu den Sperrfristen. Erst mit diesen Daten konnten die Personeninformationen aus den Leichenpredigten sinnvoll aufbereitet und ergänzt werden.
Herausgegeben: 2007 / 68 Seiten / 9,00 €
Diese Dokumentation zur Industriegeschichte Burscheids entstand nach der Ausstellung zum gleichnamigen Thema, die aus Anlass des 150jährigen Stadtjubiläum Burscheids im August 2006 stattfand. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Stadtarchivs und die Mitglieder des Bergischen Geschichtsvereins Burscheids hatten dort zusammengetragen, was zum damaligen Zeitpunkt zur Industriegeschichte vorhanden war: Bilder, Fotos, Industrieprodukte, Urkunden und vieles mehr. Im Focus der Ausstellung standen diejenigen Betriebe, die heute nicht mehr existieren. Die Vielfalt der betrieblichen Produktion, von der Weberei über Färbereien, Schuhfabriken und Kerzenproduktion, bildeten Beispiele der vorindustriellen und industriellen Fabrikation vor allem im 19. Jahrhundert. Vieles konnte gemäß des Auftrages in Erinnerung gerufen und auf diese Weise für kommende Generationen bewahrt werden.
Einiges konnte in der Ausstellung natürlich nur ansatzweise dargestellt werden. Die vorliegende Arbeit ist der Versuch, alle nun greifbaren Informationen zu dem umfang- und facettenreichen Thema zusammen zu fassen. Natürlich erhebt auch diese Arbeit nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Unser besonderer Dank gilt den Burscheider Bürgerinnen und Bürgern, die uns bei diesem Vorhaben so tatkräftig unterstützt haben.
Herausgegeben: 2014 / 68 Seiten / 12,00 €
Im Jahr 2014 jährte sich der Beginn des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Dazu erschien eine Fülle von Artikeln und Büchern, die die Vorgeschichte dieses Krieges sowie dessen Verlauf darstellen. Diese Veröffentlichung möchte beleuchten, wie Bürger unserer Stadt diese schweren Jahre erlebten. Das Bergische Land wurde von Kriegshandlungen während der Jahre 1914 bis 1918 verschont, aber sehr viele Burscheider waren als Soldaten an allen Fronten im Einsatz. Ab Dezember 1918 wurde das Bergische Land zunächst von englischen und später von französischen Truppen besetzt, und das bedeutete neues Leid und große Not für die Bewohner unserer Stadt.
Im Archiv des Bergischen Geschichtsvereins befinden sich Tagebuchaufzeichnungen mehrerer Burscheider Bürger, die schildern, wie die Menschen hier die Kriegsjahre erlebten. Es gibt auch eine Sammlung von Feldpostbriefen und Postkarten aus den Kriegsgebieten, die Auskunft geben über das Erleben Burscheider Soldaten während der Kriegsjahre. Zeitungsberichte dokumentieren die Zeit unmittelbar vor Kriegsbeginn sowie wichtige Kriegsereignisse. Diese nicht sehr reichhaltigen Quellen helfen uns, eine Vorstellung der Kriegsjahre 1914 – 1918 zu erhalten.
[…]
Historiker vieler Länder haben lange Zeit die Ansicht vertreten, dass allein das Deutsche Reich unter Kaiser Wilhelm II. die Verantwortung für den Ausbruch des Krieges trage. Erst neuere Forschungen, bei denen Archivmaterial ausgewertet wurde, das vorher nicht zur Verfügung stand, wie z.B. aus Ländern Ost- und Südosteuropas, führten zu dem Schluss, dass praktisch alle Länder eine gewisse Mitschuld treffe. Man habe, so die neuesten historischen Forschungsergebnisse, viele Zeichen, die auf eine Krise hindeuteten, nicht erkannt und habe sie daher nicht verhindert.
Der Mord an dem österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand und seiner Gemahlin am 28. Juni 1914 in Sarajevo war dann das Ereignis, dass die Krise zum Ausbruch brachte.
Herausgegeben: 2008 / 61 Seiten / z. Zt. vergriffen
Während der letzten Kriegsjahre musste die Stadt Burscheid viele „Evakuierte“ aufnehmen. Nach Kriegsende kamen dazu „Flüchtlinge“ und „Vertriebene“. Wie haben die Menschen, die hierher kamen, die Zeit erlebt? Wie kamen sie überhaupt nach Burscheid? Mit welchen Schwierigkeiten hatten sie zu kämpfen, bevor sie hier ankamen? Wie war die wirtschaftliche und politische Lage in Burscheid bei Kriegsende und in den Jahren danach? Wie haben die Burscheider diese schwierige Zeit erlebt? Alle diese Fragen sind bisher nicht untersucht worden. Mit dieser Dokumentation soll versucht werden, die Lücke zu schließen.
Die meisten Informationen basieren auf ausführlichen Gesprächen mit Menschen, die in den Jahren nach dem Krieg nach Burscheid gekommen sind. Ihnen allen gebührt großer Dank für die Bereitschaft, von ihren häufig sehr schmerzhaften Erlebnissen und Erinnerungen zu berichten.
Montanusstraße – Von A wie Apotheke bis Z wie Ziegelei…
Die Geschichte(n) einer Straße
Die Publikation besteht größtenteils aus einer Sammlung von Zeitzeugenberichten und historischen Daten zur Stadtentwicklung in Burscheid, die der BGV Abteilung Burscheid e.V. anlässlich der Umgestaltung bzw. Neuplanung der Innenstadt zusammengetragen hat. Am Beispiel der Montanusstraße beleuchtet der BGV wie sich die Bedeutung einer Straße historisch entwickeln und verändern kann.
Herausgegeben: 2024 / 80 Seiten / 15,00 €